Salurner Klause, Gebirgspass und Engstelle in Südtirol, Italien.
Die Salurner Klause ist eine enge Durchfahrt im Etschtal zwischen dem Monte Alto und dem Fennberg, dort wo der Fluss seine Richtung ändert. Die Enge bildet eine natürliche Engstelle zwischen zwei breiteren Talabschnitten und ist von steilen Felswänden auf beiden Seiten eingefasst.
Die Salurner Klause war ab dem 13. Jahrhundert ein strategisch wichtiger Punkt unter der Kontrolle der Grafen von Tirol, die hier den Durchgang durch das Etschtal überwachten. Die Enge diente über Jahrhunderte als Grenzpunkt und Kontrollstelle für Handel und Reisende auf dem Weg zwischen dem Norden und dem Süden der Alpen.
Die Salurner Klause markiert die Sprachgrenze zwischen dem deutschen und dem italienischen Sprachraum im Etschtal. Wer von Norden nach Süden durch die Enge fährt, bemerkt den Wechsel: Ortsnamen, Schilder und Gespräche wechseln die Sprache fast auf einen Schlag.
Die Klause ist mit dem Fahrrad über den Radweg Val d'Adige erreichbar, der durch das offene Tal zwischen Bozen und Trient führt. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann den Dürerweg nehmen, der durch das nahegelegene Pochi di Salorno führt.
Der Maler Albrecht Dürer durchquerte diesen Engpass auf seiner Reise nach Italien im Jahr 1495 und soll dabei Skizzen der Landschaft angefertigt haben. Der heutige Dürerweg erinnert an diese Reise und führt über Pochi di Salorno, einem kleinen Ort oberhalb der Klause.
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