Russisch-Orthodoxe Kirche in Meran, Orthodoxe Ostkirche im Stadtteil Untermais, Meran, Italien
Die Russisch-Orthodoxe Kirche des Heiligen Nikolaus steht als zweistöckiger Anbau innerhalb des Villa-Borodina-Komplexes und zeigt typische Merkmale der östlich-orthodoxen Architektur mit ihren Kuppeln und der Ikonostase. Der Bau befindet sich im Stadtteil Untermais und ist heute ein Gebetshaus für die orthodoxe Gemeinde der Region.
Das Gotteshaus wurde 1884 geweiht und steht als Zeugnis der Zeit, als Südtirol zur Österreich-Ungarischen Monarchie gehörte. Nach Unterbrechungen während des Ersten Weltkriegs wurden die Gottesdienste erst 1997 wieder aufgenommen.
Die Kirche dient der orthodoxen Gemeinde als Ort für Gottesdienste nach traditionellem Ritus, wo Gläubige im Stehen beten, ohne Bänke wie in westlichen Kirchen. Der Raum bewahrt die Ikonostase und andere östlich-orthodoxe Elemente, die das tägliche Gebetsleben prägen.
Die Kirche liegt im Stadtteil Untermais und ist leicht erreichbar, wobei der Zugang über die Villa Borodina erfolgt. Besucher sollten beachten, dass es sich um einen aktiven Gebetsort handelt, daher ist angemessenes Verhalten und respektvolle Kleidung erforderlich.
Die Kirche wurde während der Zeit der Österreich-Ungarischen Herrschaft erbaut, als viele wohlhabende russische Familien in die Region kamen und sich in Meran niederließen. Heute bleibt sie eines der ältesten russischen Gotteshäuser Italiens und spiegelt die kosmopolitische Geschichte des Ortes wider.
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