Porta Venere, Römisches Stadttor in Spello, Italien
Porta Venere ist eines der sechs römischen Stadttore von Spello, erbaut aus weißem Travertin mit dorischen Pilastern und drei bogenförmigen Öffnungen (Fornices) aus der Regierungszeit des Augustus (27 v. Chr.–14 n. Chr.). Sie wird von zwei mächtigen zwölfeckigen romanischen Türmen auf hohen quadratischen Stützen flankiert, die oft mit der Porta Palatina in Turin verglichen werden. Die Türme heißen „di Properzio“ nach dem lateinischen Dichter Properz, um dessen Geburtsort sich Spello und Assisi stritten.
Das Tor stammt aus der augusteischen Periode und war Teil des römischen Befestigungssystems, das die Stadtgrenzen schützte. Im Laufe der Zeit wurden Teile des Bauwerks repariert und erneuert, wobei verschiedene Bauphasen in den heute sichtbaren Strukturen erkennbar sind.
Der Name Porta Venere stammt aus dem 17. Jahrhundert, als Gelehrte das Tor mit einem Venustempel verbanden, dessen Spuren im Park der Villa Fidelia gefunden wurden. Das Tor ist auf das Amphitheater und das Heiligtum der Villa Fidelia ausgerichtet; mittelalterliche Prozessionen zogen hindurch nach Assisi und Perugia, ebenso die Konsuln Spellos zum jährlichen Fest in San Claudio.
Die Porta Venere führt in den oberen Teil von Spello: Der rechte Bogen öffnete einst einen unterirdischen Gang zur Porta Urbica, der linke den Rundweg zur höchsten Stelle des Ortes. Man erreicht sie zu Fuß über die Gassen der Altstadt; die beiden Türme sind nach dem Dichter Properz benannt, um dessen Geburt Spello und Assisi stritten.
Die unteren Abschnitte der Türme zeigen unterschiedliche Konstruktionstechniken im Vergleich zu den oberen erneuerten Bögen, was verschiedene Reparaturphasen über Jahrhunderte hinweg offenbart. Diese Schichtung von alter und neuer Handwerkskunst macht das Tor zu einem wertvollen Beispiel für antike Erhaltungsarbeit.
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