Forte Tudaio, Militärfestung in Vigo di Cadore, Italien.
Das Forte Tudaio ist ein Beton-Militärfort auf dem Gipfel des Monte Tudaio in Vigo di Cadore, das auf drei Etagen in U-Form mit den Maßen 37 × 15 Meter errichtet wurde. Es verfügte über vier zylindrische Stellungen für 149-AL-35-Kanonen und vier Maschinengewehre Gardner Mod. 1886 sowie eine geplante Garnison von 300 Soldaten. Zur Anlage gehörten zudem ein Brunnen, ein Brotofen, ein Pulvermagazin, eine Mauer und Schützengräben.
Der Bau des Forte Tudaio begann 1911 auf dem Monte Tudaio, den Hauptmann F. Pecco wählte, weil von dort der Pass Monte Croce di Comelico, Misurina, das Ansiei-Tal und der Pass della Mauria zu überblicken waren. Das italienische Fort aus Beton hatte drei Stockwerke, die Form eines „U“ und maß 37 × 15 Meter; es besaß vier Stellungen für 149-AL-35-Kanonen und vier Maschinengewehre Gardner Mod. 1886. In der Nacht vom 6. auf den 7. November 1917 beschoss es feindliche Stellungen beim Pass Monte Croce di Comelico und am Monte Cavallino; danach gaben die Italiener es auf, und die Österreicher sprengten es zwischen dem 18. und 26. Oktober 1918.
Der Name des Forts stammt vom Monte Tudaio, dem Gipfel in Vigo di Cadore, auf dem es steht. Besucher erreichen es heute zu Fuß in etwa vier Stunden und finden Erklärungstafeln, die bei einer Restaurierung im Jahr 2001 angebracht wurden. Nach dem Ersten Weltkrieg, ohne strategische Rolle im Zweiten Weltkrieg, wurde die Anlage von den Recuperanti geplündert, Einheimischen, die Metall aus aufgegebenen Militäranlagen bargen.
Der Zugang erfolgt über zwei Wanderrouten, die vom Parkplatz des Restaurants Pino Solitario beginnen, wobei der CAI-Pfad 339 der ehemaligen Militärstraße folgt. Besucher sollten auf gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung achten, da der Weg steil ist und die Höhe anspruchsvoll sein kann.
Das Fort war nie Schauplatz von Kämpfen: Die Italiener verließen es 1917, nachdem sie die Verschlüsse der Geschütze entfernt hatten, und die Österreicher sprengten es zwischen dem 18. und 26. Oktober 1918 vor ihrem Rückzug. Nach dem Krieg wurde es von Altmetallsammlern geplündert, und seit 2001 wurden bei Restaurierungsarbeiten Hinweistafeln aufgestellt.
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