Santa Maria del Cengio, Mittelalterliches katholisches Heiligtum in Isola Vicentina, Italien.
Santa Maria del Cengio ist eine Kirche mit Kloster in Isola Vicentina, errichtet auf einer Cengia, einem Felsabsatz aus weißem Kalk- und Sandstein, der dem Ort seinen Namen gibt. Die Kirche wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts um ein linkes Schiff, einen Presbyterium und Seitenaltäre erweitert; ein kleines Haus dient als Eremitage. Ein Flügel senkrecht zum ursprünglichen Kloster wurde 1914 angebaut und zwischen 1944 und 1945 erweitert.
Eine Kirche ist hier bereits 1192 im Centio Camerario bezeugt, vielleicht früher als Pieve, Rastplatz für Reisende oder Kapelle einer alten Burg gegründet. 1447 vermachte Benedetto Zeno fünfzig Lire für ein Haus für Brüder oder Eremiten; am 7. März 1455 belehnte der Bischof von Vicenza, Pietro Barbo, Battista di Normandia mit der Kirche, und am 24. Juni 1456 begannen vier Birgittenbrüder das Klosterleben. Im Januar 1462 zogen sie fort, und die Antoniter-Chorherren von San Salvatore führten das Kloster über dreihundert Jahre, bis die venezianischen Dekrete von 1768 und 1771 das Klosterleben beendeten.
Der Name wandelte sich: Dokumente des 14. Jahrhunderts nennen sie Santa Maria a Zenglo oder del Cigno, von macigno, erst im 17. Jahrhundert setzte sich Santa Maria del Cengio durch, nach der Cengia aus Kalk- und Sandstein. Das kleine Eremitenhaus erinnert an die Einsiedlernutzung, die Benedetto Zeno 1447 in seinem Vermächtnis vorsah.
Kirche und Konvent liegen auf einem Felsband (cengia) über Isola Vicentina und sind über einen Anstieg erreichbar; zum Komplex gehört ein kleines Haus, das als Eremitage dient. Der Konventflügel wurde zwischen 1914 und 1945 umgebaut und erweitert, sodass Teile der Bauten aus dem 20. Jahrhundert stammen. Seit 1904 leben hier Serviten.
Der Name wandelte sich über die Jahrhunderte: Im 14. Jahrhundert erscheint er als Santa Maria a Zenglo oder del Cigno, abgeleitet von macigno (Felsblock), erst im 17. Jahrhundert setzte sich Santa Maria del Cengio durch. Die Kirche steht auf einer cengia, einem Felsband aus weißem Kalkstein und Sandstein, das dem Ort den Namen gab.
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