Veleia, archäologische Stätte in der Emilia-Romagna, Italien
Veleia ist eine römische Stadt in der Region Emilia-Romagna mit Ruinen, die über mehrere Terrassen verteilt sind. Die Überreste umfassen ein großes Forum mit gepflastertem Platz, eine Basilika, öffentliche Bäder mit heißen und kalten Räumen, Wohnhäuser und Tempelreste, die auf den Abhängen eines Tals liegen.
Veleia wurde um 150 v.Chr. unter römischer Herrschaft gegründet und blühte besonders unter Kaiser Augustus auf, als viele öffentliche Bauten entstanden. Die Stadt war Teil eines Netzwerks von Handelsstädten in der Region und verlor nach dem Ende des Weströmischen Reiches allmählich an Bedeutung.
Der Name Veleia stammt vom keltischen Stamm der Veleiaten, der das Gebiet vor der römischen Expansion bewohnte. Die Überreste zeigen, wie die Römer eine bestehende Siedlung in eine Stadt mit Forum, Basilika und öffentlichen Bädern umwandelten.
Die Ausgrabungsstätte ist für Besucher mit unterschiedlichen Bedürfnissen zugänglich und verfügt über Wege für Rollstuhlfahrer sowie Informationsschilder. Ein kleines Museum neben dem Gelände zeigt Funde wie Statuen, Töpferwaren und Inschriften, um die Geschichte an einem Ort zu verstehen.
Unter Kaiser Augustus wurden zwölf Statuen von Kaisern und ihren Familienmitgliedern in der Basilika aufgestellt, die heute im Museum von Parma aufbewahrt werden. Ein rätselhaftes ovales Bauwerk auf dem Gelände könnte ein Amphitheater oder ein Wasserspeicher gewesen sein und bleibt bis heute ein Geheimnis der Archäologen.
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