St. Gertraud, St. Nikolaus, St. Magdalena in Dreikirchen, Ensemble von drei mittelalterlichen Kirchen in Bad Dreikirchen, Barbian, Italien.
Die Tre Chiese (Dreikirchen) sind drei kleine, dicht beieinander, fast aneinander stehende Kirchen in Dreiecksform auf 1.120 m zwischen Barbian und Villanders. Santa Geltrude, ab 1237 belegt, zeigt spätromanische und frühgotische Formen; San Nicola besitzt einen Flügelaltar, der Hans Klocker zugeschrieben wird; Santa Maria Maddalena, 1422 erstmals erwähnt, ist etwas größer und hat einen achteckigen Chor und ein spitzbogiges Portal.
Die drei Kirchen entstanden in unterschiedlichen Zeiten zwischen dem Mittelalter und der frühen Neuzeit als Stätten für die verstreut lebende Bergbevölkerung. Ihre verschiedenen Baustile zeugen von handwerklichen Entwicklungen und religiösen Bedürfnissen über mehrere Generationen hinweg.
Die drei Kirchen tragen Namen von Heiligen, die in der Bergregion verehrt werden, und ihre Standorte zeigen, wie die Bevölkerung Gotteshäuser über das Tal verteilte. Man sieht in ihrer Anordnung noch heute die Struktur des mittelalterlichen Lebens der Hirten und Bauern wider.
Diese Kirchen liegen auf Wanderwegen in einem hügeligen Gebiet mit teils steilen Passagen, daher sind gute Schuhe und ausreichend Zeit einzuplanen. Am besten erkundet man alle drei Standorte an einem Halbtag, indem man die Fußwege zwischen ihnen nutzt.
Die drei Kirchen stehen dicht beieinander im Dreieck, nicht weit auseinander, und erscheinen im Wappen von Barbian. Der Ort war eine heidnische Kultstätte, wohl den Quellgottheiten gewidmet, und wurde von Eremiten bewacht. Der Dichter Christian Morgenstern und Sigmund Freud weilten hier.
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