Apennine Colossus, Steinskulptur im Pratolino Park, Vaglia, Italien.
Der Apennine Colossus ist eine 14 Meter hohe Steinskulptur in der Villa di Pratolino bei Vaglia, die eine hockende Figur über einem Teich zeigt. Der Körper besteht aus Tuffstein und vulkanischem Gestein, das mit Moos und Pflanzen bewachsen ist und aussieht wie Teil der Hügellandschaft ringsum.
Giambologna schuf das Monument zwischen 1579 und 1580 im Auftrag von Francesco de Medici für den Park der Medici-Villa. Die Arbeit folgte den Experimenten mit künstlichen Grotten und Automaten, die damals in florentinischen Gärten modern waren.
Die Skulptur trägt einen langen Bart aus Steinstalaktiten, der wie gefrorenes Wasser über Brust und Knie läuft und die Verbindung zwischen Mensch und Berglandschaft verstärkt. Die Figur greift mit einer Hand in das Becken vor ihr, als wolle sie dem Wasser entstiegen sein oder darin versinken.
Der Zugang erfolgt durch den Park Pratolino, der an Wochentagen von morgens bis nachmittags geöffnet ist und eine kurze Wanderung vom Eingang erfordert. Ein Rundweg führt um den Teich herum und ermöglicht Blicke auf das Werk aus mehreren Winkeln.
Im Inneren befinden sich drei Ebenen mit Kammern und Grotten, die durch ein Leitungssystem miteinander verbunden waren. Ursprünglich ließen Wasserleitungen die Augen und den Mund der Figur fließen, sodass der Riese zu weinen oder zu atmen schien.
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