Algunder Menhire, Archäologische Menhire in Algund, Italien
Die Menhire von Algund sind vier große Steine aus Laaser Marmor, die in der Steinzeit-Kupferzeit errichtet wurden und heute in zwei verschiedenen Museen aufbewahrt werden. Die Oberflächen tragen eingravierte Symbole und Muster, die Geschlecht und gesellschaftliche Stellung der dargestellten Personen ausdrückten.
Die ersten zwei Steine wurden 1932 entdeckt, während die anderen zwei um eine Dekade später gefunden wurden und alle aus einer vorgeschichtlichen Gesellschaft stammten. Diese Funde zeigen, wie frühe Bewohner dieser Region Stein als Medium zur Darstellung ihrer Gemeinschaft nutzten.
Die Steine weisen geschlechtsspezifische Merkmale auf, mit einer weiblichen Figur mit Brustgravuren und drei männlichen Figuren mit Waffen.
Man kann zwei der Steine im Archäologischen Museum Südtirol in Bozen besichtigen, während die anderen zwei im Palais Mamming Museum in Merano aufbewahrt werden. Beide Orte sind leicht zu erreichen und bieten einen detaillierten Blick auf die Gravuren, die sonst schwer zu erkennen wären.
Diese Steine waren ursprünglich in einer West-Ost-Ausrichtung positioniert, mit ihren Gesichtern zum Sonnenaufgang, was vermuten lässt, dass sie rituelle oder spirituelle Funktionen erfüllten. Die Anordnung unterscheidet sie klar von typischen Grabmonumenten und deitet auf ein tieferes spirituelles Verständnis hin.
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