Complesso di Sant'Apollonia, Manieristisches Architekturensemble im Stadtteil San Giovanni, Florenz, Italien
Der Complesso di Sant'Apollonia ist ein architektonisches Ensemble im Manierismus-Stil mit einer ehemaligen Kirche, einem Kreuzgang, einem Refektorium und mehreren Sälen, die durch Gänge und Höfe miteinander verbunden sind. Die Räume zeigen die typische Anordnung eines Benediktiner-Klosters mit sorgfältig gestalteten Übergängen.
Das Kloster wurde 1339 von Piero di Ser Mino als Benediktiner-Anlage gegründet und diente lange Zeit als religiöses und spirituelles Zentrum. Wichtige Renovierungen fanden im 15. Jahrhundert unter der Leitung der Äbtissin Cecilia Donati statt, die dem Ort neue künstlerische Bedeutung gab.
Der Name Sant'Apollonia geht auf die heilige Apollonia zurück, die Schutzpatronin der Zahnschmerzen. Im Refektorium können Besucher heute noch die detaillierten Fresken bewundern und erkennen, wie wichtig diese Räume für die klösterliche Gemeinschaft waren.
Das Komplexe befindet sich in Via XXVII Aprile 1 in Florenz und wird heute als Konferenzzentrum genutzt, wobei Teile von Ministeriumsbüros besetzt sind. Besucher sollten sich vorher informieren, da der Zugang je nach aktuellen Veranstaltungen oder behördlicher Nutzung begrenzt sein kann.
Das Refektorium beherbergt ein bemerkenswertes Fresko von Andrea del Castagno aus dem Jahr 1447, das das Letzte Abendmahl mit geometrischen Mustern darstellt. Die ursprünglichen Vorzeichnungen für diese Fresken wurden 1953 entdeckt und sind nun auf der gegenüberliegenden Wand ausgestellt, was Besuchern die künstlerische Arbeitsweise der Renaissance offenbart.
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