Grotta di San Paterniano, Antikes Höhlenheiligtum nahe Fano, Italien
Die Grotta di San Paterniano ist eine Höhle bei Fano mit einer T-förmigen Grundrissstruktur, deren Hauptgang etwa 18 Meter lang ist und von zwei gleich langen seitlichen Gängen abzweigt. Das Bauwerk wurde aus Flusssteinen errichtet und erreicht eine Höhe von etwa 3 Metern sowie eine Breite von etwa 2,5 Metern, während zwei obere Öffnungen ursprünglich als Zugänge über Leitern dienten.
Im Jahr 303 n.Chr. suchte der heilige Paternian während christlicher Verfolgungen in dieser Höhle Zuflucht, nachdem er eine Erscheinung erhalten hatte, die ihn zu diesem Ort führte. Das Bauwerk war ursprünglich als römisches Speichergebäude oder Zisterne errichtet worden, bevor es später als christliche Begräbnisstätte genutzt wurde.
Der Ort war über Jahrhunderte hinweg ein heiliger Zufluchtsort für Gläubige, die hier beteten und religiöse Bilder verehrten. Menschen kamen hierher, um Schutz und spirituelle Kraft zu suchen, wobei die Höhle ein Zeichen ihres Glaubens in schwierigen Zeiten war.
Der Zugang zur Höhle ist nicht einfach und erfordert Vorbereitung, da man die ursprünglichen Öffnungen im Dach nutzen muss. Es ist ratsam, bequeme Kleidung und Schuhe zu tragen sowie lokale Informationen einzuholen, bevor man den Ort besucht.
Drei Jäger entdeckten die Höhle Jahrhunderte später wieder und fanden darin ein Kruzifix, ein Gemälde des heiligen Paternian und ein Bild der Muttergottes mit dem Kind. Diese Reliquien offenbarten, dass der Ort trotz seiner Isolation für Gläubige über lange Zeit hinweg zugänglich und bedeutsam geblieben war.
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