Madonna della Castagna, Wallfahrtsort und Kirche in Bergamo, Italien
Die Madonna della Castagna ist ein Wallfahrtsort und eine Kirche am Fuße der Hügel zwischen Bergamo und Sombreno, erreichbar über eine von Bäumen gesäumte Allee, die auf einen großen Vorplatz führt. Das Innere besteht aus einem einzigen Raum, der in eine Hauptkirche und eine kleinere Kapelle unterteilt ist, die der Erscheinung gewidmet ist und ein quadratisches Grundriss aufweist.
Laut der verbreitetsten Überlieferung erschien die Madonna am 28. April 1510 zwei Männern in einem Kastanienwäldchen nahe Bergamo und bat darum, an dieser Stelle eine Kirche zu errichten. Ein kleines Kultgebäude wurde 1511 errichtet und im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut, zuletzt mit dem Bau des Glockenturms zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das Heiligtum trägt seinen Namen nach einer Legende, in der ein Kastanienbaum plötzlich reife Früchte trug, als Zeichen einer Erscheinung der Madonna. Jedes Jahr am 28. April versammeln sich Gläubige hier, um dieses Ereignis mit Gebeten und einer gemeinsamen Feier zu begehen.
Das Heiligtum liegt an der Via Madonna della Castagna in Bergamo und ist sowohl mit dem Auto als auch zu Fuß gut erreichbar. Von hier aus kann man bequem zu anderen Punkten in der Umgebung weiterlaufen, etwa zum nahe gelegenen Laghetto del Grés.
Im Inneren befindet sich eine Holzgruppe aus dem Jahr 1928, die die Erscheinung darstellt und vom Bildhauer Enrico Manzoni geschaffen wurde. Daneben steht eine Marmorkanzel mit Engelsfiguren im Stil der Werkstatt Fantoni, eine der bekanntesten Bildhauertraditionen der Bergamasker Gegend.
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