Madonna del Carmine, Kirchengebäude in Italien
Madonna del Carmine ist ein barockes Kirchengebäude im Zentrum Forlìs, das zwischen 1735 und 1746 von Giuseppe Merenda neu erbaut wurde. Das Innere besteht aus einem großen Mittelschiff mit fünf Seitenkapellen auf jeder Seite, verziert mit Fresken, vergoldeten Stuckarbeiten und einer Malerei der Verkündigung von Marco Palmezzano.
Die Kirche wurde im 14. Jahrhundert von den Karmeliten gegründet und war lange Zeit zu klein für ihre Gemeinde, weshalb sie im 15. Jahrhundert erweitert wurde. Im 18. Jahrhundert erfuhr sie eine vollständige Umgestaltung im Barockstil, kam aber 1797 unter Napoleons Herrschaft unter säkulare Kontrolle und diente bis 1866 militärischen Zwecken, bevor sie wieder zur Nutzung freigegeben wurde.
Die Kirche ist der Muttergottes vom Berg Karmel gewidmet, einer Marienverehrung, die in Italien verbreitet ist und mit dem Karmeliterorden verbunden ist. Der Name und die Bedeutung des Ortes spiegeln die Rolle wider, die dieser Andachtsstätte im religiösen Leben der Stadt zukommt.
Die Kirche liegt an der Corso G. Mazzini, einer Hauptstraße im Zentrum Forlìs, was sie leicht zu Fuß erreichbar macht. Der Zugang erfolgt über einen beeindruckenden Steinportal aus dem 15. Jahrhundert, und Besucher sollten bedenken, dass das Dach 2020 Reparaturen erforderte und die Restaurierung bis 2022 andauerte.
Das Steinportal an der Fassade stammt aus dem Jahr 1465 und war ursprünglich für die Kathedrale von Forlì bestimmt, bevor es 1915 hierher verlegt wurde. Es zeigt die Reiterstatue des Heiligen Valerian und wurde von Marino di Marco Cedrino mit schwarzem und weißem Marmor gestaltet, was einen auffallenden Kontrast zu der schlicht wirkenden Backsteinfront schafft.
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