Chiesa di San Secondo, Romanische Kirche in Cortazzone, Italien.
Die chiesa di San Secondo hat eine nach Südosten gerichtete neuromanische Fassade mit einem Mittelportal und zweifarbiger Lünette, Reihen von Loggien mit Statuen, einer Rosette und Rundbögen unter den Dachschrägen. Daneben steht ein quadratischer Glockenturm mit fünf Fenstern je Seite und Pyramidenspitze. Innen gibt es ein einschiffiges Langhaus mit fünf Jochen, zehn Seitenkapellen unter Rundbögen, Lisenen und Tonnengewölbe; den Abschluss bildet ein um vier Stufen erhöhter Presbyterium.
Die ursprüngliche Kirche von Cortazzone entstand wohl in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts. Nach dem Wiederaufbau des Ortes beim Schloss übernahm das damals dem heiligen Syrus geweihte Oratorium die Pfarrfunktion der alten Kirche San Secondo di Mongiglietto und wurde am 27. September 1600 von Bischof Giovanni Stefano Aiazza geweiht. Die von der Familie Pelletta finanzierten Kapellen waren bis 1627 fertig; der Chorraum wurde 1742-1749 umgebaut, und 1903-1905 verlängerte man das Schiff um ein Joch hinter einer neuen neugotischen Fassade.
Die Kirche war lange dem heiligen Syrus geweiht und erhielt erst in den 1740er-Jahren zusätzlich den Titel der Heiligen Syrus und Secondus, bevor sie wieder allein San Secondo hieß. Die Kapellen des heiligen Franz von Assisi und des heiligen Karl Borromäus wurden von der Familie Pelletta finanziert und bis 1627 vollendet.
Die Kirche ist nach Südosten ausgerichtet: Die neugotische Fassade und der hohe Glockenturm liegen an einem weiten Vorplatz, der 1903-1905 durch den Abriss des alten Pfarrhauses entstand. Der Turm wurde nach dem Erdbeben vom 21. August 2000 in den folgenden drei Jahren statisch gesichert und im oberen Teil restauriert. Der Innenraum besteht aus einem einschiffigen Saal mit fünf Jochen und zehn Seitenkapellen.
Der Umbau von 1903 bis 1905 nach Plänen der Ingenieure Arnaldo Riccio und Giuseppe Velati Bellini riss die alte Canonica vor der Kirche ab, verlängerte das Schiff um ein Joch und errichtete die neugotische Fassade mit hohem Glockenturm und großem Vorplatz. Nach dem Erdbeben vom 21. August 2000 wurde der Glockenturm statisch verstärkt und sein oberer Teil restauriert.
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