Archeologische Stätte von San Casciano dei Bagni, Archäologische Stätte in San Casciano dei Bagni, Italien
San Casciano ist eine aktive archäologische Fundstelle in der toskanischen Gemeinde San Casciano dei Bagni, wo Wissenschaftler Überreste aus etruskischer und römischer Zeit freilegen. Die Grabungsflächen umfassen ein Becken mit warmem Wasser, Tempelanlagen und Gräberfelder, die sich über mehrere Terrassen erstrecken.
Die Kultstätte entstand im 3. Jahrhundert vor Christus, als etruskische Gemeinden begannen, die heißen Quellen zu nutzen und Opfergaben darzubringen. Sie blieb bis ins 5. Jahrhundert nach Christus in Betrieb und wurde dann verlassen, wobei die Objekte unter Schlamm begraben wurden.
Die Ausgrabungen brachten Figuren von Gottheiten hervor, die sowohl von etruskischen als auch römischen Familien verehrt wurden, gemeinsam in denselben heiligen Wassern. Besucher sehen heute Repliken dieser Weihgaben, die zeigen, wie Menschen über Jahrhunderte hinweg um Heilung beteten.
Die Grabungsstätte liegt am Rand des Dorfes und ist durch Schilder gekennzeichnet, aber der Zugang kann je nach laufender Forschungsarbeit eingeschränkt sein. Informationen zu Besichtigungen erfährt man am besten im örtlichen Tourismusbüro oder im künftigen Museum im historischen Zentrum.
Forscher fanden ein bronzenes Modell einer Gebärmutter, das Frauen wahrscheinlich als Bitte um Fruchtbarkeit oder Heilung ins Wasser warfen. Solche anatomischen Votivgaben aus Metall sind äußerst selten und geben Einblick in antike medizinische Vorstellungen.
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