Seikan-Tunnel, Unterwasser-Eisenbahntunnel zwischen Honshu und Hokkaido, Japan
Der Seikan-Tunnel ist eine Eisenbahnverbindung unter dem Meer, die sich über 53,85 Kilometer erstreckt und Honshu mit Hokkaido durch die Tsugaru-Straße verbindet. Die Strecke verläuft tief unter dem Wasser und ermöglicht den Zugverkehr zwischen den beiden Hauptinseln Japans.
Die Arbeiten begannen 1971, nachdem ein Taifun 1954 zu Fährunglücken in der Meerenge geführt hatte, und wurden 1988 abgeschlossen. Der Bau dauerte fast zwei Jahrzehnte und erforderte erhebliche technische Anstrengungen.
Passagiere erleben den Übergang zwischen den Inseln als Teil ihrer Reise durch Japan, wobei der Tunnel die Lücke zwischen den regionalen Eigenheiten von Honshu und Hokkaido schließt. Viele Reisende nutzen ihn, um die nördlichen Gebiete zu erreichen, wo sich Landschaft und Klima deutlich unterscheiden.
Täglich fahren Personen- und Güterzüge durch die Strecke, wobei zwei unterirdische Bahnhöfe Notfallsysteme und Wartungseinrichtungen bieten. Reisende bemerken den Durchgang meist nur durch die Veränderung des Drucks und das gedämpfte Licht während der Fahrt.
Am tiefsten Punkt befindet sich die Strecke 240 Meter unter dem Meeresspiegel, während die Schienen 140 Meter unter dem Meeresboden des Tsugaru verlaufen. Diese doppelte Tiefe sorgt für Stabilität und Sicherheit gegen seismische Bewegungen und Meeresströmungen.
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