Chūzenji-See, Natürlicher Stausee in Nikko, Japan
Der Chūzenji-See entstand durch einen Bergsturz und liegt als eingefasstes Gewässer innerhalb des Nikko-Nationalparks. Das Wasser erstreckt sich über eine Fläche von mehr als zehn Quadratkilometern und wird von bewaldeten Berghängen eingefasst.
Ein Vulkanausbruch vor etwa zwanzigtausend Jahren ließ Lavaströme den Fluss blockieren und formte dieses Becken. Shodo Shonin erreichte das Wasser im achten Jahrhundert und verwandelte die Gegend in ein religiöses Zentrum.
Diplomaten errichteten in der Meiji-Zeit Sommerresidenzen entlang des Ufers, nachdem lange religiöse Verbote aufgehoben wurden. Die Umgebung entwickelte sich zu einem Zufluchtsort für Besucher aus der Hitze der Tiefebene, was sich in den charmanten Villen und Gasthöfen widerspiegelt.
Busse fahren regelmäßig vom Bahnhof Nikko und brauchen knapp eine Stunde über Serpentinen. Wanderwege entlang des Ufers bieten unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und mehrere Aussichtspunkte mit Blick auf das Wasser und die umgebenden Gipfel.
Das Ufer liegt über zwölfhundert Meter über dem Meeresspiegel und damit höher als jedes andere große natürliche Gewässer in Japan. Europäische und amerikanische Gesandte errichteten Sommerhäuser entlang der Küste in der Meiji-Zeit, von denen einige noch heute besichtigt werden können.
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