Seto, Keramikherstellungsstadt in der Präfektur Aichi, Japan
Seto liegt etwa 20 Kilometer nordöstlich von Nagoya entlang des gleichnamigen Flusses und ist eine Industriestadt mit Töpferwerkstätten und Keramikfabriken in hügeliger Umgebung. Die Produktion konzentriert sich auf mehrere Viertel, in denen sich Brennöfen, Lagerhallen und Ausstellungsräume zwischen Wohnhäusern verteilen.
Im Jahr 1242 gründete der Handwerker Toshiro Kato seinen ersten Brennofen, nachdem er hochwertige Tonvorkommen in den nördlichen Hügeln entdeckt hatte. Die Produktion wuchs über die Jahrhunderte und machte die Stadt zu einem der wichtigsten Keramikzentren Japans.
Der Begriff 'setomono' bezeichnet im Japanischen schlichtweg Keramik, weil die Öfen dieser Stadt jahrhundertelang das Land mit Geschirr und Gefäßen versorgten. Besucher begegnen diesem Erbe in den Werkstätten, wo Handwerker noch heute auf Scheiben arbeiten und ihre fertigen Stücke in den Schaufenstern ausstellen.
Die Meitetsu-Seto-Linie verbindet den Bahnhof Sakae im Zentrum von Nagoya mit der Stadt in etwa 38 Minuten Fahrt. Viele Werkstätten liegen in Wohnvierteln verstreut, sodass ein Spaziergang durch die Straßen hilft, die verschiedenen Produktionsstätten zu entdecken.
Das Maneki-Neko-Museum beherbergt die größte Sammlung von Winkekatzen-Figuren in Japan, mit Tausenden von Exemplaren aus verschiedenen Epochen und Stilen. Die Ausstellung zeigt, wie sich die Darstellung der Glückskatze im Laufe der Zeit verändert hat und welche regionalen Varianten entstanden sind.
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