Nikkō Tōshō-gū, Shinto-Schrein in Nikko, Japan
Nikkō Tōshō-gū ist ein Shintō-Schrein in Nikko, der für seine außergewöhnlich verzierten Gebäude bekannt ist, die mit detaillierten Holzschnitzereien, aufwendigen Lackarbeiten und großzügigen Blattgoldverzierungen versehen sind. Der Komplex umfasst mehrere Strukturen, darunter Tore, Pavillons und eine fünfstöckige Pagode, die alle durch zeremonielle Pfade und steinerne Treppen miteinander verbunden sind.
Der Schrein wurde 1617 als Mausoleum für Tokugawa Ieyasu errichtet, den Gründer des Tokugawa-Shogunats, der Japan über zwei Jahrhunderte lang regierte. Sein Enkel Tokugawa Iemitsu ließ die Anlage später erheblich erweitern und in ihre heutige prachtvolle Form bringen.
Das Heiligtum spielt bis heute eine zentrale Rolle im religiösen Leben Japans, wo Besucher vor den Schreinen Gebete sprechen und an traditionellen Ritualen teilnehmen können. Viele Menschen reisen hierher, um Respekt zu erweisen und Teil einer jahrhundertealten Praxis zu werden, die den Gründer des Shogunats ehrt.
Der Schrein öffnet morgens früh und schließt am Nachmittag, wobei die Zeiten je nach Jahreszeit variieren, sodass ein Besuch am Vormittag oft weniger überlaufen ist. Die Anlage liegt auf einem Hügel und erfordert das Steigen mehrerer Treppen, daher sollten Besucher bequeme Schuhe tragen und ausreichend Zeit für die Erkundung einplanen.
Die zentrale Säule der fünfstöckigen Pagode hängt etwa zehn Zentimeter über dem Boden, eine Konstruktionsmethode, die das Gebäude vor Schäden durch Erdbeben und die natürliche Ausdehnung des Holzes schützt. Diese Technik ermöglicht es der Struktur, sich bei Erschütterungen zu bewegen, ohne ihre Stabilität zu verlieren.
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