Utashinai, Historische Bergbaustadt in der Unterpräfektur Sorachi, Japan
Utashinai ist eine ehemalige Bergbaustadt in der Unterpräfektur Sorachi auf der Insel Hokkaido in Japan. Die Siedlung erstreckt sich über bergiges Gelände im zentralen Teil der Insel, wo der Fluss Penkeutashunai durch schmale Täler fließt und die Landschaft prägt.
Die Ortschaft entstand Ende des 19. Jahrhunderts mit der Eröffnung einer Kohlengrube durch die Hokkaido Colliery and Railway Company. Etwa sieben Jahrzehnte später, als die Bevölkerung gewachsen war, wurde der Status einer Stadt verliehen, doch die Schließung der Bergwerke führte später zu einem starken Bevölkerungsrückgang.
Der Stadtname stammt aus der Sprache der Ainu und verweist auf den Fluss, der durch sandiges Gelände fließt. Diese Bezeichnung erinnert an die ersten Bewohner der Insel, deren Spuren in vielen Ortsnamen Hokkaidos erkennbar bleiben.
Alle Verwaltungsdienste sind im Rathaus am Hauptort konzentriert, von wo aus man leicht in die angrenzenden Gemeinden gelangt. Wer sich für das Leben in ehemaligen Bergbauregionen interessiert, findet hier Beispiele dafür, wie sich kleine Siedlungen im ländlichen Hokkaido entwickelt haben.
Mit weniger als dreitausend Einwohnern ist dies eine der bevölkerungsärmsten Städte des Landes. Trotz des Rückgangs bewahrt sie ihren städtischen Status und zeigt, wie sich Gemeinden nach dem Ende der Bergbauindustrie anpassen.
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