Bitchū-Matsuyama-jō, Bergfestung in Takahashi, Japan.
Bitchū Matsuyama Castle ist eine Befestigungsanlage aus Holz, die auf einem Hügel in Uchisange nahe Takahashi liegt und als wichtiges Kulturgut Japans ausgewiesen ist. Der Hauptturm erhebt sich auf 430 Metern über dem Meeresspiegel und bildet damit die höchstgelegene erhaltene Burgkonstruktion des Landes.
Der Bau der Burg begann im Jahr 1240 unter der Führung von Akiba Shigenobu, der den strategischen Wert des Berges für die Kontrolle der Handelswege erkannte. Spätere Umbauten im 17. Jahrhundert verliehen dem Komplex die heutige Form und festigten seine Rolle als Verwaltungszentrum der Region.
Der Name des Schlosses verweist auf die historische Provinz Bitchū, die einst dieses Gebiet umfasste, während sich das heutige Bauwerk als eines der seltenen Beispiele erhaltener mittelalterlicher Holzkonstruktionen präsentiert. Besucher können im Inneren des Hauptturms die traditionelle Zimmermannskunst mit sichtbaren Holzbalken und schmalen Treppen erleben, die typisch für die Bauweise des 17. Jahrhunderts sind.
Reisende erreichen das Gelände per Zug bis zum Bahnhof Takahashi, danach führt ein Taxi bis zum Fuigo-Pass, von wo ein etwa zwanzigminütiger Fußweg zum Eingang führt. Der Aufstieg folgt einem schmalen Pfad durch den Wald, der bei Regen rutschig werden kann und festes Schuhwerk erfordert.
Bei bestimmten Wetterbedingungen in den frühen Morgenstunden scheint die Burg über einem Wolkenmeer zu schweben, wenn man sie vom Unkai-Observatorium aus betrachtet. Dieses Naturschauspiel tritt vor allem im Herbst und Winter auf, wenn kühle Nachtluft auf die wärmeren Täler trifft und dichten Nebel erzeugt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.