Usu, Aktiver Vulkan in Hokkaido, Japan.
Der Mount Usu ist ein aktiver Vulkan in der Präfektur Hokkaidō, dessen Gipfel sich auf 733 Meter Höhe erhebt und von mehreren Kratern sowie Dampfaustritten geprägt wird. Die Hänge zeigen deutliche Spuren vergangener Ausbrüche, und im Bereich des Gipfels sind erstarrte Lavaströme und vulkanische Ablagerungen sichtbar.
Der Vulkan brach im 20. Jahrhundert viermal aus, wobei 1910 der Meiji-shinzan entstand und zwischen 1944 und 1945 der Shōwa-shinzan gebildet wurde. Weitere Ausbrüche folgten 1977 und zuletzt im Jahr 2000, als große Teile der Umgebung evakuiert werden mussten.
Der Name Usu bezeichnet in der Ainu-Sprache eine besondere geologische Formation, die noch heute in den lokalen Erzählungen präsent ist. Bewohner der umliegenden Ortschaften betrachten den Berg als lebendiges Naturphänomen, dessen Aktivität das Leben der Region seit Jahrhunderten prägt.
Ein Seilbahnsystem führt vom Fuß des Berges bis zu einem Punkt nahe dem Gipfel und ermöglicht den Zugang ohne längere Wanderung. Oben angekommen sieht man über den Tōya-See und bei klarem Wetter bis zum Pazifik, wobei der Wind oft kühler ist als im Tal.
Bei der Eruption im Jahr 2000 wurden über 16.000 Menschen evakuiert, ohne dass es zu Todesopfern kam, was international als beispielhafte Katastrophenvorsorge galt. Die Warnsysteme und Evakuierungspläne der Region gelten seither als Modell für andere vulkanische Gebiete weltweit.
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