Shōwashin-zan, Aktiver Lavadom in Sobetsu, Japan
Shōwa-shinzan ist ein aktiver Lavadom in Sobetsu, der durch ein Erdbeben während des Zweiten Weltkriegs aus flachem Ackerland aufstieg. Die Formation erreicht 398 Meter Höhe und setzt ständig schwefelhaltige Dämpfe aus ihrem Gipfel frei, wodurch die anhaltende geologische Aktivität in Hokkaido sichtbar wird.
Die Formation entstand zwischen Dezember 1943 und September 1945, als sie aus Weizenfeldern nach intensiver seismischer Aktivität während des Zweiten Weltkriegs emporstieg. Die japanische Regierung beschränkte Informationen über die Entstehung des Vulkans während des Krieges und betrachtete seine Bildung als ungünstiges Zeichen.
Der örtliche Postmeister Masao Mimatsu verfolgte das tägliche Wachstum durch sorgfältige Messungen und Zeichnungen von seinem Fenster aus und schuf so detaillierte wissenschaftliche Aufzeichnungen. Seine geduldige Dokumentation verwandelte Beobachtungen aus dem Alltag in ein wertvolles geologisches Archiv, das Forschern noch heute als Grundlage dient.
Die Seilbahn zum Berg Usu bietet direkte Ausblicke auf die vulkanische Formation und ermöglicht Besuchern, die geologischen Merkmale aus mehreren Blickwinkeln zu beobachten. Der Aufstieg zeigt die raue Oberfläche des Doms und die dampfenden Öffnungen deutlich, besonders bei klarem Wetter.
Der Vulkan wuchs innerhalb von weniger als zwei Jahren auf seine volle Höhe und bot Wissenschaftlern eine seltene Gelegenheit, die Kuppelbildung in Echtzeit zu verfolgen. Der Name ehrt die Shōwa-Ära, in der diese außergewöhnliche geologische Geburt stattfand.
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