Kinki, Kulturregion im Süd-Zentral-Honshu, Japan
Kansai ist ein ausgedehnter Landstrich im südlichen Zentralteil von Honshu, der sieben Präfekturen vereint und eine zusammenhängende Metropolregion mit Großstädten, kleineren Küstenorten und bewaldeten Gebirgszügen bildet. Die Landschaft wechselt zwischen dichter städtischer Bebauung entlang der Küste und landwirtschaftlichen Tälern, die sich bis zu den Bergen im Landesinneren erstrecken.
Über tausend Jahre lang lag hier das politische Zentrum des Landes, zunächst in Nara und später in Kyoto, bevor die Hauptstadt 1868 nach Osten verlegt wurde. Der Einfluss dieser langen Zeit als Machtzentrum zeigt sich noch heute in der Architektur und den Verwaltungsstrukturen der Region.
Lokale Feste und Rituale prägen das Leben hier stärker als in anderen Landesteilen, besonders während der Sommer- und Frühjahrsmonate, wenn Schreine und Nachbarschaften ihre eigenen Feiern veranstalten. Die Bewohner halten an der Verwendung des regionalen Dialekts fest, der sich deutlich von der Standardsprache unterscheidet und eine eigene Identität zum Ausdruck bringt.
Drei Flughäfen bedienen das Gebiet und bieten internationale wie inländische Verbindungen, wobei sich die Anlagen entlang der Küste verteilen. Züge und Überlandbusse verbinden die einzelnen Präfekturen schnell und direkt miteinander, sodass sich Reisende problemlos zwischen den Hauptorten bewegen können.
Im 18. Jahrhundert entstand hier der erste organisierte Terminhandel der Welt, als Reishändler in Osaka Preisvereinbarungen für zukünftige Lieferungen trafen. Diese frühen Finanzpraktiken beeinflussten später Handelsformen und Marktmechanismen weit über Japan hinaus.
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