Sunshine 60, Mehrzweck-Wolkenkratzer in Higashi-Ikebukuro, Japan
Sunshine 60 ist ein Wolkenkratzer mit 60 Stockwerken und fünf Untergeschossen, der 239,7 Meter in den Himmel über dem Stadtteil Toshima ragt. Das Gebäude wurde in Stahlbeton im internationalen Stil errichtet und beherbergt Büros, Geschäfte und Gastronomiebetriebe sowie eine Aussichtsplattform im obersten Geschoss.
Das Grundstück diente bis 1971 als Sugamo-Gefängnis, wo nach dem Zweiten Weltkrieg japanische Kriegsverbrecher inhaftiert waren, und wurde erst danach für das neue Projekt freigegeben. Der Turm öffnete seine Türen im Jahr 1978 und prägte als damals höchstes Gebäude Asiens die Skyline von Tokio bis 1985.
Der Name Sunshine wurde gewählt, nachdem das Bauwerk als Kontrast zur dunklen Vergangenheit des Standorts gelten sollte und dort heute Familien und Besucher einkaufen oder essen gehen. In den oberen Etagen arbeiten täglich tausende Angestellte in Büros verschiedener Unternehmen, während die unteren Stockwerke einem lebhaften Alltagstreiben mit Restaurants und Geschäften gewidmet sind.
Die obere Aussichtsplattform im 60. Stock lässt sich mit einem der 40 Hochgeschwindigkeitsaufzüge in nur 35 Sekunden vom Untergeschoss aus erreichen. An klaren Tagen reicht die Sicht weit über Tokio hinaus bis zum Berg Fuji und zur Bucht von Tokio, während bei bewölktem Wetter die nähere Umgebung der Stadt zu sehen ist.
Das Hochhaus trägt die Zahl 60 in seinem Namen, weil es genau 60 Stockwerke besitzt und im Jahr 1960 nach dem japanischen Kalender, also Showa 35, geplant wurde. Die Bauarbeiten erforderten das Einrammen von mehr als 3000 Pfählen in den Untergrund, um die massive Struktur auf dem weichen Boden zu stabilisieren.
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