Sōshū-ji, Buddhistischer Tempel in Sano, Japan
Sōshū-ji ist ein buddhistischer Tempel in Sano in der Präfektur Tochigi, dessen Gebäude sich um einen zentralen Innenhof gruppieren und die typischen Elemente japanischer Tempelarchitektur zeigen. Die Anlage umfasst Gebetshallen mit Holzböden und geschwungenen Dächern, dazu Gärten und Wege, die zwischen den einzelnen Pavillons verlaufen.
Fujiwara no Hidesato gründete diesen Tempel im Jahr 944, als das umliegende Gebiet noch weitgehend ländlich geprägt war. Die Anlage gehört damit zu den ältesten buddhistischen Einrichtungen in der Region und hat die Jahrhunderte trotz Kriegen und Naturereignissen überdauert.
Der Tempel trägt einen Namen, der auf das chinesische Wort für ein altes Reich verweist und zeigt noch heute die historische Verbindung zwischen japanischem Buddhismus und kontinentalen Einflüssen. Besucher können beobachten, wie Gläubige Räucherstäbchen anzünden und sich vor den Altären verneigen, während Mönche ihre täglichen Rituale in den Gebetshallen durchführen.
Die Tempelanlage ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang für Besucher zugänglich, wobei man sich ruhig verhalten und die Gebetsbereiche respektieren sollte. Wer die Räume betreten möchte, sollte die Schuhe vor den Eingängen ausziehen und darauf achten, keine laufenden Zeremonien zu stören.
In einem der Nebengebäude bewahrt der Tempel eine Sammlung alter Sutras und religiöser Schriften auf, die Gelehrte seit Jahrhunderten studieren. Manche dieser Dokumente stammen noch aus der Gründungszeit und zeigen die Schrift und Tinten, die damals verwendet wurden.
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