Aso, Supervulkan in der Präfektur Kumamoto, Japan
Der Aso bildet eine gewaltige Caldera mit einem Umfang von 120 Kilometern, deren fünf Gipfel sich bis auf 1592 Meter erheben. Das Innere der Caldera beherbergt bewohnte Ortschaften, landwirtschaftliche Flächen und den dampfenden Nakadake-Krater, der weiterhin aktiv bleibt.
Vier große Ausbrüche zwischen 90.000 und 300.000 Jahren erschufen die heutige Caldera, eine der bedeutendsten geologischen Strukturen Japans. Spätere Aktivität formte die fünf zentralen Kegel, die sich aus dem flachen Boden der Caldera erheben.
Die fünf Gipfel bilden in der Wahrnehmung der Bewohner die Silhouette eines ruhenden Buddha, dessen Körper sich über die gesamte Landschaft erstreckt. Dieser Eindruck prägt seit Jahrhunderten die Verbindung zwischen den Menschen und dem Berg, der als heilige Naturerscheinung verehrt wird.
Busse verkehren regelmäßig zwischen dem Bahnhof Aso und dem Nakadake-Krater, während die Zugänglichkeit einzelner Bereiche von der aktuellen vulkanischen Aktivität abhängt. Besucher sollten vor der Anreise die Warnstufe prüfen, da Kraterzugänge bei erhöhter Gefahr gesperrt werden.
Landwirte bauen innerhalb der Caldera Reis, Gemüse und Viehfutter an, wobei sie von der mineralreichen vulkanischen Erde profitieren, die der Berg über Jahrtausende abgelagert hat. Diese fruchtbare Schicht macht die Caldera zu einem der wenigen Orte weltweit, an denen Menschen dauerhaft im Inneren eines aktiven Vulkans leben und arbeiten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.