Niitsu, dissolved municipality in Niigata prefecture, Japan
Niitsu ist ein ehemaliges Ölproduktionszentrum in der Präfektur Niigata, das heute ein stilles Dorf mit gemischten Merkmalen darstellt. Die Landschaft zeigt Überreste der Industrie wie umzäunte Bohrlöcher neben Glaßwerkstätten, während sich die Natur in der umliegenden Fläche ausbreitet.
Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert zum Ölzentrum Japans, mit über 100 Unternehmen, die 1917 ihren Höhepunkt erreichten. Als die Ölreserven ab den 1980er Jahren aufgebraucht wurden, verließen die Industrien die Stadt und hinterließen ein verändertes Gesicht.
Der Ort war einst ein Zentrum der Ölproduktion und prägt bis heute das Selbstverständnis der Bewohner. Die Glashütten, die von der industriellen Vergangenheit profitieren, sind zu einem neuen kulturellen Merkmal geworden und zeigen, wie handwerkliche Traditionen den Wandel überlebt haben.
Der Ort ist am leichtesten zu Fuß zu erkunden, wobei ausgezeichnete Wanderwege durch bewaldete Hügel und entlang historischer Orte führen. Besucher sollten auf ungesicherte Gefahren wie tiefe Bohrlöcher achten und beim Erkunden der industriellen Reste vorsichtig sein.
Der Kaiser von Japan besuchte einst das Ötzentrum, war aber von dem starken Ölgeruch abgestoßen, der die Stadt erfüllte. Heute nutzen lokale Glashütten das verbleibende Naturgas aus den alten Ölfeldern, um ihre Öfen zu heizen und Glas bei etwa 1700 Grad Celsius zu schmelzen.
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