Tōkaidō, Historische Route zwischen Edo und Kyoto, Japan
Tōkaidō ist eine historische Straße zwischen Edo und Kyoto in Japan, die sich über 514 Kilometer entlang der östlichen Meeresküste von Honshu erstreckt. Die Route verläuft durch mehrere Provinzen und verbindet Städte wie Yokohama, Shizuoka und Nagoya auf dem Weg zwischen den beiden ehemaligen Hauptstädten.
Der Tokugawa-Shogunat richtete diese Route 1603 als offizielle Verbindung zwischen den beiden Machtzentren ein. Feudalherren mussten jährlich über diesen Weg nach Edo reisen, um ihre Loyalität zu demonstrieren und administrative Pflichten zu erfüllen.
Hiroshige fertigte eine berühmte Serie von Holzschnitten an, die jeden der 53 Haltepunkte entlang dieser Straße zeigt. Seine Bilder dokumentieren Gasthäuser, Teehäuser und Fährstellen, die Reisende auf dem Weg zwischen den beiden Hauptstädten nutzten.
Die heutige Schnellzugstrecke Shinkansen und Autobahnen verlaufen weitgehend parallel zur ursprünglichen historischen Route. Viele der alten Rastorte entlang der Küste haben ihre traditionellen Straßenbilder bewahrt und lassen sich zu Fuß erkunden.
Die Straße hatte festgelegte Raststationen im Abstand jeweils eines Tagesmarschs zu Fuß voneinander entfernt. Reisende fanden dort Unterkünfte, Verpflegung und die Möglichkeit, erschöpfte Pferde gegen frische auszutauschen.
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