Hashima, Verlassener Industriekomplex auf Hashima Island, Nagasaki, Japan.
Hashima Island ist eine verlassene Industriesiedlung vor der Küste von Nagasaki, Japan, wo Wohn- und Bergbauanlagen auf einer schmalen Fläche eng zusammenstehen. Mehrstöckige Betongebäude erheben sich direkt über den Kaimauern, die das Land vor den Wellen schützen, und bilden ein dichtes Netz aus Treppen, Brücken und Flachdächern.
Mitsubishi Corporation übernahm das Eiland im Jahr 1890, um hier Kohle abzubauen, und die Anlagen wuchsen über Jahrzehnte, bis die vollständige Evakuierung 1974 erfolgte. Die Schließung war die Folge der landesweiten Abkehr von der Kohle, die viele Bergbauorte zu Geisterstädten machte.
Die Insel diente als geschlossene Gemeinschaft, in der Kumpel und ihre Familien nach der Arbeit in Schulen, Geschäften, Restaurants und sogar einem Kino zusammenlebten, eine Art Stadt im Miniaturformat mitten auf dem Meer. Heute erinnern die verlassenen Räume an diese selbstversorgenden Lebensweisen, die sich innerhalb der engen Betonmauern entwickelten.
Besucher erreichen das Eiland über geführte Bootstouren ab Nagasaki, die etwa 50 Minuten dauern, wobei nur bestimmte befestigte Bereiche zugänglich sind, während die meisten Gebäude aus Sicherheitsgründen gesperrt bleiben. Bei schlechtem Wetter oder rauem Seegang werden die Fahrten abgesagt, daher ist es sinnvoll, mehrere Tage für den Besuch einzuplanen.
Die Insel war einst einer der am dichtesten bewohnten Orte der Erde, mit über 80 Einwohnern pro Quadratmeter Wohnfläche während der Spitzenzeit Ende der 1950er Jahre. Diese extreme Nähe prägte das tägliche Leben, wo jeder Raum und jeder Gang mit Menschen gefüllt war.
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