Hamana-See, Salzwassersee in der Präfektur Shizuoka, Japan
Der Hamana-See erstreckt sich zwischen den Städten Hamamatsu und Kosai über mehr als 60 Quadratkilometer und reicht an seiner tiefsten Stelle bis zu 16 Meter hinab. Der Boden liegt im Durchschnitt etwa fünf Meter unter der Wasseroberfläche, was großflächige Flachwasserzonen mit sich bringt.
Ein schweres Erdbeben im Jahr 1498 öffnete einen Durchgang zum Pazifik und verwandelte das damals noch süße Gewässer in eine salzige Lagune. Seither fließt bei jeder Tide Meerwasser ein und mischt sich mit den Zuflüssen aus den Bergen.
Fischer verwenden nach alten Methoden Fackeln auf ihren Booten, wenn sie im Frühjahr nach Fischen suchen, und bewahren damit eine Technik, die man takiya-ryo nennt. Diese Art des Fangens bei Nacht ist heute selten und zieht manche Besucher an, die das Spiel von Licht und Wasser beobachten wollen.
Ein Radweg von etwa 70 Kilometern umrundet das gesamte Gewässer und bietet Stellen zum Anhalten und Blicke auf offene Flächen sowie bewaldete Ufer. Fahrräder kann man an mehreren Bahnhöfen und bei Thermalbädern leihen, was eine Tagestour in gemächlichem Tempo erlaubt.
Im salzigen Wasser wachsen Meeresalgen und man züchtet hier auch japanische Aale sowie chinesische Weichschildkröten, die den wechselnden Salzgehalt des Wassers gut vertragen. Austern siedeln sich an Holzpfählen entlang der Ufer an und werden von Hand geerntet.
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