Mount Myōgi, Heiliger Berg in der Präfektur Gunma, Japan.
Myōgi ist ein Berg in der Präfektur Gunma, dessen Gipfel 1.103 Meter erreicht und mehrere durch Grate verbundene Spitzen aufweist. Zahlreiche Dakitfelsen ragen aus den bewaldeten Hängen und bilden auffällige Türme und Nadeln entlang der Kämme.
Vulkanische Aktivität vor drei Millionen Jahren formte die heutige Struktur des Bergs aus Dakitlava, Tuff und Brekzie. Die Erosion der umgebenden Sedimentschichten legte die widerstandsfähigeren Vulkangesteine frei und schuf die heutigen Formationen.
Nakano Take, ein altes Heiligtum am Fuß des Bergs, verehrt die Felsformationen selbst als göttliche Gegenwart. In dieser Tradition werden die Steine nicht als Symbole behandelt, sondern als unmittelbare heilige Orte, die man direkt anspricht.
Der mittelschwere Wanderweg führt in etwa vier Stunden zu den markantesten Felsformationen, darunter das Steintor und der Daikoku-Fels. Erfahrene Bergsteiger können den zehn Kilometer langen Omote-Kamm begehen, der zusätzliche technische Fähigkeiten erfordert.
Die Felsformationen tragen Namen, die ihre Formen beschreiben: Kerzenfels, Geschützfels und weitere stehen als freiliegende Reste nach dem Abtrag der weicheren Umgebung. Jede dieser Strukturen zeigt, wie die Erosion unterschiedlich widerstandsfähige Gesteine freigelegt hat.
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