Towada-See, Vulkanischer See in der Präfektur Aomori, Japan.
Der Towada-See ist ein Kratersee in der Präfektur Aomori, der sich in einem vulkanischen Becken zwischen Bergen ausbreitet und eine Tiefe von 327 Metern erreicht. Die Ränder sind mit dichten Wäldern bewachsen, während das Wasser je nach Jahreszeit von tiefem Blau bis zu einem dunkleren Grau wechselt.
Die Caldera entstand vor mehr als 200.000 Jahren durch den Einsturz eines Vulkans, der später von Wasser gefüllt wurde. Ein Ausbruch im Jahr 915 schleuderte Asche über große Teile der Region und veränderte die Landwirtschaft im Umland für mehrere Jahre.
Der Name verbindet ‚tō' für Zehn und ‚wada' für Wasser und bezieht sich auf die zehn Zuflüsse, die früher gezählt wurden. Besucher sehen heute die beiden vorspringenden Landzungen und die schmale Bucht zwischen ihnen, die seit der Ernennung zum Naturdenkmal im Jahr 1936 geschützt wird.
Der See liegt etwa zwei Autostunden von der nächsten Bahnstation entfernt, und Busse verkehren mehrmals täglich über kurvenreiche Bergstraßen. Im Winter bleibt die Gegend bei starkem Schneefall zeitweise unzugänglich, während Herbst und Frühjahr ruhigere Bedingungen bieten.
Das Wasser erneuert sich vollständig etwa alle acht bis neun Jahre, da die Quellen und Zuflüsse langsam durch die Tiefe zirkulieren. Die Temperatur bleibt selbst im Hochsommer unter der Oberfläche kühl und steigt nur knapp über zehn Grad.
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