Fujiwara-kyō, Kaiserliche Hauptstadtruinen in Kashihara, Japan
Fujiwara-kyō ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Kashihara, Japan, mit freiliegenden Fundamenten eines früheren Regierungszentrums. Der zentrale Palastbezirk liegt von freien Feldern umgeben, und Markierungen zeigen die Position ehemaliger Tore und Straßen im Raster.
Der Bau begann in der Regierungszeit von Kaiser Tenmu um 682 und wurde zum Sitz des Hofes unter Kaiserin Jito ab 694. Die Verlegung nach Heijō-kyō im heutigen Nara erfolgte nach nur 16 Jahren Nutzung im Jahr 710.
Der Name stammt aus dem Familiennamen der Fujiwara-Aristokratie, die hier ihren politischen Einfluss begründete. Besucher sehen heute Grundrisse aus Stein und Lehm, die den Übergang vom einheimischen Baustil zu chinesisch geprägten Strukturen zeigen.
Ein Informationszentrum am Gelände zeigt Fundstücke und Modelle des ursprünglichen Stadtaufbaus. Die Fundamente liegen verteilt über offenes Land, daher lohnen sich bequeme Schuhe für die Erkundung der Ausgrabungsareale.
Ausgrabungen brachten über 10.000 beschriftete Holztafeln ans Licht, die Verwaltungsnotizen und Briefe aus dem 7. Jahrhundert enthalten. Diese Tafeln verraten Namen einfacher Beamter und alltägliche Vorgänge, die in offiziellen Chroniken nicht auftauchen.
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