Hachijō-jima, Vulkaninsel im Izu-Archipel, Japan.
Hachijō-jima ist eine Insel südlich von Tokio im Pazifik, die aus zwei erloschenen Vulkankegeln besteht und von dichtem subtropischem Wald bedeckt ist. Die Küste zeigt steile Klippen aus dunklem Lavagestein, während flachere Abschnitte kleine Buchten und schwarze Sandstrände bilden.
Das Gebiet diente vom 17. Jahrhundert bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts als Verbannungsort für Verbrecher und politische Gefangene unter dem Tokugawa-Regime. Nach dem Ende dieser Praxis siedelten sich Fischer und Landwirte an, die die Landschaft bis heute prägen.
Bewohner sprechen hier einen eigenen Dialekt, der sich stark vom Festland-Japanischen unterscheidet und noch bei älteren Generationen zu hören ist. Lokale Handwerker weben gelbe Seide, die aus Raupen einer speziellen Pflanze gewonnen wird und traditionell für Kimonos verwendet wurde.
Wanderwege führen durch Wälder und entlang der Küste, wobei festes Schuhwerk für die oft feuchten und rutschigen Pfade empfohlen wird. Das Wetter kann schnell wechseln, deshalb sollten Besucher Regenschutz und zusätzliche Kleidung mitbringen.
In manchen Sommernächten leuchten bestimmte Pilzarten im Wald durch natürliche Biolumineszenz und schaffen ein unerwartetes Schauspiel am Waldboden. Heiße Quellen entlang der Küste speisen sich direkt aus vulkanischer Aktivität unter der Insel und bieten Bäder mit Blick aufs Meer.
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