Minami-Torishima, Korallenatoll im Ogasawara-Archipel, Japan.
Minamitorishima ist ein flaches Korallenatoll im äußersten Osten des japanischen Hoheitsgebiets, etwa 1850 Kilometer südöstlich von Tokio gelegen. Die Landmasse bildet eine dreieckige Form mit einer schmalen Lagune in der Mitte, umgeben von niedrigen Korallenformationen und sandigen Küstenstreifen.
Ein spanischer Seefahrer sichtete diese abgelegene Insel Ende des 17. Jahrhunderts während einer Pazifiküberquerung. Japan übernahm die formelle Verwaltung gegen Ende des 19. Jahrhunderts und nutzt das Atoll seitdem für Wetter- und Küstenwachzwecke.
Die Insel unterhält eine minimale menschliche Präsenz mit rotierenden Schichten von Wetterdienst-Mitarbeitern, Militärpersonal und Küstenwache für wesentliche Aufgaben.
Der Zugang zur Insel erfordert eine Sondergenehmigung der japanischen Behörden, da zivile Besuche aufgrund der militärischen Nutzung stark eingeschränkt sind. Es gibt keine regulären Transportverbindungen, und Aufenthalte sind in der Regel nur für offizielles Personal möglich.
Der Meeresboden rund um das Atoll enthält ungewöhnlich große Vorkommen von Seltenerdmetallen, die für moderne Elektronik unverzichtbar sind. Japanische Forschungsteams untersuchen regelmäßig diese Lagerstätten, um mögliche Abbauverfahren zu entwickeln.
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