Yokohama Chinatown, Chinesisches Viertel in Yamashitacho, Yokohama, Japan
Yokohama Chinatown ist ein chinesisches Viertel in Yamashitachō, Yokohama, Japan, das sich über mehrere Straßenblöcke erstreckt und Hunderte von Läden, Restaurants und Imbissständen umfasst. Die Hauptstraßen verlaufen parallel zueinander und treffen sich an zentralen Kreuzungen, an denen rote Laternen über den Gehwegen hängen und die Wege zwischen den Geschäftsreihen beleuchten.
Das Viertel entstand nach 1859, als der Hafen von Yokohama für ausländische Schiffe geöffnet wurde und chinesische Händler sich dort niederließen, um als Vermittler zwischen japanischen Geschäftsleuten und westlichen Kaufleuten zu dienen. Nach dem großen Kantō-Erdbeben von 1923 und den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebiet vollständig neu aufgebaut und entwickelte sich zu einem beliebten Ziel für Einheimische und Reisende.
Zehn Tore markieren die Grenzen dieses Viertels, wobei jedes nach einer Himmelsrichtung aus der chinesischen Kosmologie benannt ist und mit den traditionellen Farben bemalt wurde. Zwischen den Eingängen stehen drei buddhistische und daoistische Tempel, die als Treffpunkte für Gebete und Feste dienen, insbesondere während des chinesischen Neujahrs und des Mittherbstfestes.
Die Gegend lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die meisten Eingangstore nur wenige Gehminuten voneinander entfernt sind. An Wochenenden und Feiertagen werden die Straßen stark frequentiert, daher bieten sich Besuche an Wochentagen für einen ruhigeren Rundgang an.
Die Laternenpfähle entlang der Straßen zeigen unterschiedliche Muster, die jeweils einen der vier chinesischen Glücksdrachen darstellen, die Wasser, Erde, Feuer und Wind symbolisieren. Am Wochenende können Besucher oft Straßenmusikanten hören, die traditionelle chinesische Instrumente wie die Erhu spielen, während sich zwischen den Menschenmengen kleine Gruppen von Zuschauern bilden.
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