Burg Jōjō, Japanische Burgruine in Kasugai, Japan
Die Burg Jōjō war eine Flachlandburg (hirashiro) in Kasugai, Präfektur Aichi, die 1218 von Osaka Kouzen erbaut wurde. Ihr zentraler Honmaru maß etwa 75 m in Ost-West- und 50 m in Nord-Süd-Richtung und war vom Ninomaru und Sannomaru sowie von drei Erdwällen und vier Gräben umgeben. Die Anlage ist heute weitgehend eingeebnet; einige Gräben und Wälle sind erhalten.
Die 1218 von Kosaka Mitsuyoshi erbaute Burg ging an die Familie Hayashi über, die aus Ōmi zurückkehrte und diesen Namen annahm. 1556 setzte Oda Nobunaga nach dem Tod seines Vasallen Kosaka Yūkichi dessen Verwandten Kosaka Yukichi ein, der die Burg mit etwa 500 Mann ausbaute. 1584 quartierten sich Ikeda Tsuneokis Truppen während des Komaki-Nagakute-Feldzugs zwei Nächte ein; Toyotomi Hideyoshi befahl später den Abriss.
Die Burganlage zeigt die hirashiro-Bauweise, bei der Festungen auf flachem Gelände zwischen Flüssen errichtet wurden statt auf erhöhten Positionen. Besucher können heute noch die Grundrisse und Wasserläufe sehen, die zeigen, wie diese flache Strategie funktionierte.
Die Ruinen sind bequem zu Fuß erreichbar, etwa sieben Minuten von der Station Kasugai auf der Chuo-Hauptlinie entfernt. Der Ort ist gut zugänglich und erlaubt einfache Erkundung der verbliebenen Befestigungen und Gräben.
Der zentrale Bereich der Anlage wird heute als monatlicher Parkplatz genutzt, eine praktische Nutzung, die es Besuchern erlaubt, die nördlichen und westlichen Gräben zu beobachten. Diese moderne Zweitnutzung zeigt, wie alte Stätten in den Alltag einer Stadt integriert werden.
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