Urakami-Kathedrale, Katholische Kathedrale im Urakami Bezirk, Nagasaki, Japan
Die Urakami-Kathedrale ist eine katholische Kirche im Stadtteil Urakami von Nagasaki und zeigt die Merkmale der neoromanischen Architektur mit roten Ziegeln und gerundeten Bögen. Buntglasfenster lassen Licht in den Innenraum fallen, während die Türme sich über 50 Meter in die Höhe erheben.
Die Kirche wurde 1895 fertiggestellt und war damals die größte katholische Kathedrale in Ostasien. Bei der Atombombenexplosion am 9. August 1945 wurde sie vollständig zerstört, doch ab 1959 errichtete man sie nach den ursprünglichen Plänen wieder neu.
Der Name Urakami erinnert an das Viertel, in dem sich jahrhundertelang Christen trafen und heimlich beteten, obwohl ihre Religion verboten war. Heute kommen Menschen hierher, um einen Ort zu besuchen, der von dieser langen Tradition zeugt und weiterhin für Gottesdienste genutzt wird.
Das Gebäude ist täglich zwischen 9 und 17 Uhr geöffnet und ermöglicht Besuchern den Zugang zu den Innenräumen und den Ausstellungsstücken. Führungen können im Voraus gebucht werden, und an bestimmten Tagen finden Gottesdienste statt, bei denen der Zutritt eingeschränkt sein kann.
Einige Statuen, die die Explosion überstanden haben, tragen noch heute sichtbare Spuren der Hitze und Druckwelle. Die Marienfigur aus dem ursprünglichen Gebäude wurde nach dem Wiederaufbau im Inneren aufgestellt und zieht viele Besucher an.
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