Kōraku-en, Daimyo-Garten in Kita-ku, Japan.
Kōraku-en ist ein Daimyo-Garten in Kita-ku, der sich über eine Fläche von etwa 14 Hektar erstreckt und als einer der drei berühmtesten Landschaftsgärten Japans gilt. Der Garten gliedert sich um einen zentralen Teich herum mit mehreren kleinen Inseln, Brücken aus Holz und Stein, gewundenen Pfaden, Rasenflächen und traditionellen Gebäuden wie Teehäusern und Pavillons, die harmonisch in die natürliche Landschaft eingefügt sind.
Ikeda Tsunamasa, vierter Herr der Domäne Okayama, beauftragte seinen Verwalter Tsuda Nagatada 1687 mit dem Beginn des Gartens; die Arbeiten dauerten vierzehn Jahre und waren 1700 weitgehend abgeschlossen. 1771 ließ Ikeda Harumasa die ursprünglichen Reisfelder und Gemüsegärten aus Kostengründen durch Rasen ersetzen. Der Luftangriff im Juni 1945 zerstörte das En'yōtei und weitere Bauten der Edo-Zeit, die bis 1967 alle wiedererrichtet wurden.
Der Name Kōraku-en stammt von der Wendung senyukōraku („früher als andere trauern, später als andere sich freuen“) aus Fan Zhongyans Gedenkschrift auf den Yueyang-Turm; bis 1871 hieß der Garten Kōen. Seit 1956 werden Kraniche gehalten, als der chinesische Gelehrte Guo Moruo zwei Mandschurenkraniche schenkte; am Neujahrstag werden sie im Garten freigelassen.
Der Garten öffnet täglich am Morgen und schließt bei Einbruch der Dunkelheit, wobei die genauen Zeiten je nach Jahreszeit leicht variieren. Besucher sollten bequemes Schuhwerk für die Wege tragen und genügend Zeit einplanen, um die gesamte Anlage in Ruhe zu erkunden.
Engetsu-kyo, eine der frühesten Steinbrücken Japans, überspannt einen schmalen Durchgang und spiegelt sich bei ruhigem Wasser im Teich als perfekter Kreis. Besucher bemerken oft die unerwarteten Reisfelder innerhalb der Anlage, die ursprünglich als Lehrmittel für den jungen Feudalherren angelegt wurden, damit er das Leben der Bauern verstehen konnte.
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