Kenchō-ji, Buddhistischer Tempel in Yamanouchi, Kamakura, Japan.
Kenchō-ji ist ein Zen-Tempel in Yamanouchi nahe Kamakura, der als Hauptsitz einer Rinzai-Linie dient. Die Anlage erstreckt sich über eine Bergflanke mit Haupthalle, Glockenturm und terrassierten Gärten, die chinesische Gestaltungsregeln widerspiegeln.
Die Anlage entstand im Jahr 1253 durch Regenten Hōjō Tokiyori und den chinesischen Mönch Lanxi Daolong. Sie erhielt bald den ersten Rang unter den fünf Gozan-Tempeln und prägte Jahrhunderte lang das religiöse Leben in Kamakura.
Der Name stammt von Hōjō Tokiyoris Ehrentitel Kenchō und verweist auf die Zeit der Tempelgründung. Besucher erleben den Alltag der Mönche bei Morgengebeten oder beobachten Kalligraphie und meditative Übungen in den stillen Sälen.
Die Anlage liegt etwa 15 Gehminuten von Bahnhof Kitakamakura entfernt oder ist mit einem kurzen Busritt zu erreichen. Die Wege führen über Kies und Steinplatten mit einigen Stufen, daher festes Schuhwerk ist hilfreich.
Ein Porträt des Gründers Lanxi Daolong aus dem Jahr 1271 ist als Nationalschatz ausgewiesen und zeigt die frühen Kontakte zwischen Japan und China. Außerdem lagern im Archiv mehr als 1000 handgeschriebene Dokumente aus der Kamakura-Zeit, die den Alltag und die Lehre der Gemeinschaft festhalten.
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