Chōju-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Yamanouchi, Japan
Chōju-ji ist ein Rinzai-buddhistischer Tempel der Kenchō-ji-Schule in Yamanouchi, Kamakura. Seine einstöckige Haupthalle aus Holz hat ein breites graues Ziegeldach mit erhöhtem First, eine Fassade aus hellen Holztafeln zwischen dunklen Pfosten und einen mittleren Eingang, auf einem niedrigen Steinsockel am Ende eines Weges mit einem steinernen Pfad mit Rautenmuster. Zum Gelände gehören auch ein Shoin, ein Kaisan-dō und das Shohōjō, mit einem Zen-Garten zwischen Haupthalle und Abtsresidenz.
Der Tempel wurde 1358 von Ashikaga Motouji gegründet, obwohl frühere Aufzeichnungen auf eine Gründung durch Ashikaga Takauji im Jahr 1336 hindeuten. Seine Existenz ist also eng mit der Ashikaga-Familie verbunden, die eine wichtige Rolle in Japans Feudalzeit spielte.
Der Tempel beherbergt Statuen aus der Muromachi-Zeit und dient als eines von zwei Grabmonumenten, die Ashikaga Takauji gewidmet sind. Besucher können sein Grab in einer yagura sehen und verstehen, welche Bedeutung dieser Ort für die Familie hatte.
Der Tempel öffnet nur im Frühling (April bis Juni) und im Herbst (Oktober bis November), und zwar freitags, samstags und sonntags. Die englische Quelle nennt für diese Tage 10 bis 15 Uhr. Taschenkameras sind erlaubt, professionelle und semiprofessionelle Ausrüstung ist verboten; Besucher sollen die Gebäude und Statuen ansehen, nicht fotografieren.
Das Gelände enthält eine spezielle hōkyōintō-Struktur, die tatsächlich Haarsträhnen von Ashikaga Takauji aufbewahrt. Diese seltene Besonderheit verbindet Besucher direkt mit einer Figur aus dem Mittelalter Japans und macht den Tempel zu einem einzigartigen historischen Ort.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.356 Mitwirkenden weltweit.