Okutama-See, Gebirgsstausee in Okutama, Japan.
Der Okutama-See ist ein Stausee in den bewaldeten Bergen westlich von Tokio, etwa 70 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Das blaue Wasser liegt von steilen Hügeln umgeben auf einer Höhe von etwa 530 Metern und zieht sich mehrere Kilometer durch ein enges Tal, das zu jeder Jahreszeit unterschiedliche Grüntöne zeigt.
Die Ogouchi-Talsperre wurde 1957 fertiggestellt, um die wachsende Hauptstadt mit Frischwasser zu versorgen, wobei mehrere kleine Dörfer überflutet wurden. Dieses Projekt markierte den Ausbau der Infrastruktur nach dem Krieg und verwandelte die Region Okutama von einem abgelegenen ländlichen Gebiet in ein strategisches Wasserreservoir.
Die Einheimischen nennen den See gelegentlich Ogouchi-Stausee nach dem Damm, der ihn gebildet hat, was seine praktische Funktion als Trinkwasserquelle für Tokio widerspiegelt. An sonnigen Wochenenden kommen Stadtbewohner hierher, um an den Ufern zu spazieren oder in den umliegenden Wäldern zu wandern, was den Stausee zu einem Rückzugsort für Menschen macht, die sich vom Stadtleben erholen möchten.
Die Anreise erfolgt mit der JR-Ome-Linie bis zur Station Okutama, von dort fährt ein Bus in etwa 18 Minuten zur Haltestelle Okutamako am Seeufer. Die besten Aussichten bieten sich im Frühling und Herbst, wenn das Wetter stabil ist und die Farben der Vegetation besonders intensiv erscheinen.
Eine schwimmende Fußgängerbrücke aus Kunststoff, die Drum Can Bridge genannt wird, liegt direkt auf der Wasseroberfläche und bewegt sich leicht mit den Wellen. Diese ungewöhnliche Konstruktion erlaubt es Spaziergängern, das Wasser aus nächster Nähe zu erleben, während sie den See überqueren.
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