Yushima Seidō, Konfuzianischer Tempel in Yushima, Tokio, Japan
Yushima Seidō ist ein Konfuziustempel im Stadtbezirk Yushima in Tokio, dessen Haupthalle mit schwarzen Außenwänden und geschwungenen Dachlinien nach chinesischem Vorbild gestaltet wurde. Die Anlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit gepflasterten Höfen, Steintreppen und hohen Mauern, die den Tempelbereich vom umliegenden Stadtviertel abgrenzen.
Das Heiligtum entstand Ende des 17. Jahrhunderts als Bildungszentrum der Tokugawa-Regierung und wurde mehrfach nach Bränden und Erdbeben wieder aufgebaut. Die heutige Anlage stammt aus den 1930er Jahren und verbindet traditionelle japanische Bautechniken mit historischen chinesischen Elementen.
Der heilige Bezirk bewahrt konfuzianische Rituale und Studientraditionen, die Besucher heute noch in der Tempelanlage beobachten können. Gelehrte und Schüler nutzen den Raum für stille Besinnung und akademische Vorbereitung, besonders vor wichtigen Prüfungen.
Besucher erreichen den Tempel über einen steinerne Aufgang, der vom Straßenniveau durch die Eingangstore nach oben führt. An Wochenenden können Interessierte die Schatzkammer besichtigen, in der historische Schriften und kunsthandwerkliche Gegenstände ausgestellt werden.
Die alten Bäume im Innenhof gehören zur gleichen Gattung, aus der einst Schreibpinsel für Kalligraphie hergestellt wurden. Ihre Rinde und Blätter veränderten früher die Technik japanischer Tuschemeister, die hier Inspiration für ihre Arbeit suchten.
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