Kanda Myōjin, Shinto-Schrein in Soto-Kanda, Tokio, Japan
Kanda-myōjin ist ein Schrein aus Beton in Soto-Kanda, Tokio, Japan, der nach den Prinzipien des Ishi-no-ma-zukuri-Stils errichtet wurde. Das Gelände umfasst mehrere Gebäude und einen Innenhof mit steinernen Laternen, Wächterfiguren und einem Wasserbecken zur rituellen Reinigung vor dem Betreten.
Der im Jahr 730 gegründete Ort lag ursprünglich näher am Kaiserpalast und beherbergte die Überreste eines mittelalterlichen Kriegers. Die Verlagerung im frühen 17. Jahrhundert erfolgte während umfangreicher Stadtplanungsarbeiten unter der Tokugawa-Herrschaft.
Der Schrein zieht viele Besucher aus der nahegelegenen Elektronikszene an, die Amulette zum Schutz ihrer Computer und Telefone kaufen. Während des Kanda-Matsuri-Festes im Mai tragen Einheimische tragbare Schreine durch die Straßen und feiern mit lauter Musik und traditionellen Gewändern.
Der Komplex öffnet täglich und liegt etwa fünf Gehminuten von mehreren Bahnhöfen entfernt. Besucher können kostenlos durch das Gelände gehen, sollten aber leise bleiben und respektvoll mit den Gebetsstätten umgehen.
Die im Jahr 1934 fertiggestellte Betonkonstruktion überstand die Brandbomben des Zweiten Weltkriegs fast unbeschädigt, während ringsum die Stadt in Flammen aufging. Heute tragen Studenten und Geschäftsleute kleine Holztafeln mit Gebeten und Wünschen an die Götter des Handels und der Technik.
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