Sesshōseki, Vulkangestein in Nasu, Japan.
Sesshō-seki ist ein vulkanischer Fels am Berg Nasu in der Präfektur Tochigi, der ständig giftige Gase ausstößt und die umgebende Landschaft kahl und leblos hält. Der Stein liegt in einem dampfenden Gebiet, wo Schwefeldioxid aus Rissen im Boden aufsteigt und eine graue, unwirtliche Atmosphäre schafft.
Die Legende verbreitete sich während der Heian-Zeit, als ein kaiserlicher Krieger eine Füchsin besiegte, die sich daraufhin in diesen tödlichen Stein verwandelt haben soll. Buddhistische Mönche versuchten später, den Fluch zu brechen, indem sie die Oberfläche in kleinere Stücke zerschlugen.
Der Name des Felsens stammt aus einer alten japanischen Legende über eine neunschänzige Füchsin, die sich in einen Stein verwandelte und jeden tötete, der sich ihm näherte. Besucher können heute beobachten, wie lokale Gläubige Räucherstäbchen anzünden und kleine Opfergaben am Rand der gesperrten Zone hinterlassen.
Die Gegend liegt nahe den heißen Quellen von Nasu-yumoto, wo Warnschilder den sicheren Abstand zum Gas markieren. Besucher sollten bei Wind aus der Hauptrichtung besonders vorsichtig sein und sich nicht lange in der Nähe aufhalten.
Im März 2022 brach der Fels auf natürliche Weise in zwei Teile, was viele Japaner als Ende des alten Fluchs deuteten. Shintō-Priester führten daraufhin Zeremonien durch, um die freigesetzte Energie zu beruhigen und das spirituelle Gleichgewicht wiederherzustellen.
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