Ōminesan-ji, Buddhistischer Tempel am Berg Ōmine, Bezirk Yoshino, Japan
Ōminesan-ji ist ein buddhistischer Tempel auf der Bergspitze des Ōmine auf 1.719 Metern Höhe und zeigt traditionelle japanische Architektur mit kupfernen Dachziegeln und mehreren Heiligtümern. Das Bauwerk nutzt die natürliche Topographie des Berggipfels und integriert sich harmonisch in die umgebende Landschaft.
Der Tempel wurde Ende des 7. Jahrhunderts von En no Gyōja gegründet und erfuhr während der Tenpyō-Zeit bedeutende Renovierungen. Eine vollständige Rekonstruktion folgte 1691 und prägte das heutige Erscheinungsbild des Ortes.
Der Tempel ist das Zentrum für Shugendō-Praktiken, bei denen buddhistische und shintoistische Überzeugungen durch Bergaskese und religiöse Zeremonien miteinander verwoben sind. Besucher können die Atmosphäre dieser synkretistischen Tradition erleben, die an diesem heiligen Ort gelebt wird.
Die Anreise erfordert eine vierstündige Wanderung vom Dorf Dorogawa, die beste Besuchszeit liegt zwischen Mai und September. Besucher sollten gute Wanderschuhe und Wetterschutz mitbringen, da die Bergwege anspruchsvoll sein können.
Der Tempel bewahrt eine jahrhundertealte Tradition, nach der nur männliche Besucher Zugang erhalten, eine Praxis, die auf den Shugendō-Glauben zurückgeht. Diese Regel prägt die Identität des Ortes und unterscheidet ihn von anderen religiösen Stätten.
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