Tejikarao Schrein, Shinto-Schrein in Gifu, Präfektur Gifu, Japan
Das Tejikarao-Heiligtum ist ein Shinto-Schrein in Gifu, Präfektur Gifu, dessen Zugang ein hohes Steintorii mit zwei zylindrischen Pfeilern und geradem Querbalken bildet. Rechts davon steht ein Steinpfeiler mit der Inschrift 手力雄神社, und ein hölzerner Schreinbau mit geschwungenem dunklem Dach und Opferkasten säumt den gepflasterten Weg. Die heutigen Gebäude wurden 2008 im Nagare-zukuri-Stil neu errichtet.
Der Überlieferung des Schreins zufolge wurde Tejikarao-jinja 860 gegründet, als eine Gottheit des kaiserlichen Hofes hierher übertragen wurde; der ursprüngliche Kami soll Amenotejikarao des Ise-Schreins sein. Im Mittelalter machte seine Lage an einer Furt des Kiso-Flusses es wiederholt zum Ziel der Truppen Oda Nobunagas, und 1600 brannte das Gelände während der Schlacht von Sekigahara nieder, nur ein mehrere hundert Meter entfernter Torii blieb stehen. Die Haupthalle wurde 1616 und erneut 1885 wiederaufgebaut, wobei der Stil von nagare-zukuri zu shinmei-zukuri wechselte.
Das Frühlingsfest des Schreins, das Tejikara-Feuerfest, ist über 300 Jahre alt und ein wichtiges immaterielles Volkskulturgut der Präfektur Gifu. Männer tragen einen mit Schießpulver und Feuerwerk beladenen Mikoshi über das Gelände und halten die Funken aus. Bis 1959 gehörte der Ritus zum Herbstfest; eine Sommerausgabe findet am zweiten Sonntag im August am Ufer des Nagara statt.
Das Heiligtum ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet einen ruhigen Ort zum Entspannen mit minimalen Menschenmengen außerhalb von Festtagen. Besucher sollten sich angemessen kleiden und respektvolle Gesten wie das Verbeugen vor dem Eingang beachten.
Der Schrein wird oft mit dem Naka-Tejikarao-Schrein im nahen Kakamigahara verwechselt, und beide Schreine bitten Besucher, sie nicht zu verwechseln. Die Gottheit in Gifu wurde 860 von einem Kami des Ise-Schreins abgeteilt, während die in Kakamigahara stark vom Togakushi-Schrein geprägt ist.
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