Daisen-ji Temple, Buddhistischer Tempel in Daisen, Japan
Daisen-ji ist ein Tendai-Tempel an den mittleren Hängen des Daisen im Nationalpark Daisen-Oki. Die 1951 wiedererrichtete Haupthalle ist ein Holzbau mit 5x6 Jochen auf einem Steinsockel, zu dem breite Stufen führen; sie hat ein dunkles Ziegeldach, rote Wände zwischen hellen quadratischen Pfeilern und ein geschnitztes Holzband über den Türen. Eine weitere Halle steht oben an einer breiten Steintreppe, mit weißen Putzfeldern, Gitterfenstern und einer blauen Tafel mit goldenen Schriftzeichen unter einem weit ausladenden Dach; rechts steht eine Steinlaterne.
Der Tempellegende zufolge schoss der lokale Herrscher Toshikata 718 auf den heiligen Hängen des Daisen einen Hirsch, bereute dies, nahm den Namen Koren Shonin an und errichtete eine Hütte zur Verehrung von Jizo Bosatsu. Ab dem 9. Jahrhundert stand der Tempel unter Kontrolle der Tendai-Schule, sein Vorsteher wurde vom Enryaku-ji auf dem Berg Hiei entsandt. 1875 durch die antibuddhistische Bewegung geschlossen, 1903 wiedereröffnet; die Dainichi-dō brannte 1928 nieder und wurde 1951 wiederaufgebaut.
Der Tempel ist Ziel von zwei bekannten Pilgerrouten: der Chugoku-33-Kannon-Pilgerfahrt und der Izumo-Shinbutsu-Pilgerfahrt, die das ganze Jahr über Besucher anziehen. Diese spirituelle Bedeutung prägt bis heute das Leben am Fuße des Berges.
Der Tempel liegt an den Hängen des Daisen und ist mit dem Bus vom Bahnhof Yonago (54 Minuten, fünf Hin- und Rückfahrten täglich) oder vom Bahnhof Daisen-guchi (30 Minuten, täglich vier Talfahrten und drei Bergfahrten) erreichbar; die Endhaltestelle befindet sich im ersten Stock des Daisen National Park Center. Das Gelände wird zu Fuß über ansteigende Wege und unebenen Boden erkundet, festes Schuhwerk ist daher ratsam.
Die Amida-Halle, ein strohgedeckter Holzbau mit 5x5 Jochen, stammt von 1552 und ist ein Wichtiges Kulturgut. Im Inneren belegt eine Inschrift auf der zentralen Amida-Statue, dass Ryōen sie 1131 schuf. Die bebilderten Geschichtsrollen des Tempels, das Daisen-ji engi emaki, verbrannten beim Brand von 1928; nur Kopien und Fotografien sind erhalten.
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