Murin-an, Japanischer Garten im Bezirk Sakyo, Kyoto, Japan.
Murin-an ist ein japanischer Garten im Stadtteil Sakyō-ku in Kyoto und wurde Ende des 19. Jahrhunderts als private Villenanlage angelegt. Ein zentraler Teich wird von klarem Wasser aus dem Biwasee-Kanal gespeist und von etwa 50 verschiedenen Moosarten sowie natürlichen Steinformationen umgeben.
Der Premierminister Aritomo Yamagata beauftragte 1894 den Landschaftsgestalter Jihei Ogawa VII mit der Anlage dieses Gartens für seine private Villa. Ogawa arbeitete eng mit Yamagata zusammen und schuf dabei einen neuen Stil, der traditionelle japanische Elemente mit offeneren Perspektiven verband.
Der Garten integriert die Shakkei-Technik durch die Einbindung der Higashiyama-Berge in das Design, eine Verschmelzung traditioneller und moderner japanischer Gartenelemente.
Das Gelände öffnet täglich von April bis September bis 18 Uhr und von Oktober bis März bis 17 Uhr, wobei die beste Besuchszeit außerhalb der Hauptreisezeiten liegt. Ein schmaler Pfad führt durch den gesamten Garten und erfordert an einigen Stellen vorsichtiges Gehen über unebene Steine.
Ein westlich gestaltetes Gebäude auf dem Gelände enthält im Obergeschoss seltene Vogel-und-Blumen-Malereien der Kano-Schule auf Goldgrund aus der frühen Edo-Zeit. Diese Kombination aus europäischer Architektur und klassischer japanischer Wanddekoration zeigt den kulturellen Wandel in der Meiji-Ära.
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